COPD Atemtechnik (Lippenbremse): Anleitung gegen Atemnot

Was ist die COPD Atemtechnik (Lippenbremse)?

Die COPD Atemtechnik, auch als Lippenbremse bekannt, ist eine einfache Atemübung, bei der du länger ausatmest als einatmest – meist etwa zwei- bis dreimal so lange. Durch das langsame Ausatmen durch leicht geschlossene Lippen wird der Luftstrom gebremst, was dir helfen kann Atemnot zu verringern.

Kurz zusammengefasst: So funktioniert die COPD Atemtechnik

Liniendiagramm der COPD-Atemtechnik Lippenbremse: 2 Sekunden einatmen und 4 Sekunden ausatmen.

Atme 2-3 Sekunden lang durch die Nase ein und anschließend 4-6 Sekunden lang langsam durch leicht geschlossene, locker gespitzte Lippen aus (Lippenbremse). Achte darauf, dass deine Atmung entspannt und angenehm bleibt.

Wann ist die COPD Atemtechnik sinnvoll?

  • wenn du dich kurzatmig fühlst oder Schwierigkeiten hast, vollständig auszuatmen
  • während körperlicher Belastung (z. B. Gehen oder Treppensteigen)
  • zur Erholung nach Anstrengung
  • bei Stress oder Angst, die sich auf deine Atmung auswirken
  • als tägliche Atemübung

So wird die COPD-Atemtechnik durchgeführt

Viele Menschen finden es einfacher, mit visueller Unterstützung einen gleichmäßigen Atemrhythmus einzuhalten. Die Atem-App Breath Ball kann dir helfen, Ein- und Ausatmung konstant zu halten, ohne ständig mitzählen zu müssen.

Du kannst die Atem-App Breath Ball hier kostenlos herunterladen und direkt mit der Übung starten:

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Mach es dir bequem und starte die Atemübung COPD Atmung in der Atem-App Breath Ball. Anschließend wird eine Animation angezeigt, die dir den richtigen Atemrhythmus vorgibt:

Folge nun dem Rhythmus der Kugel:

  1. Atme zwei Sekunden lang durch die Nase in deinen Bauch ein.
  2. Atme sechs Sekunden lang durch deinen Mund aus.
  3. Beachte dabei Folgendes:
    • Achte beim Einatmen darauf, ruhig in deinen Bauch zu atmen, da die Bauchatmung oft als besonders unterstützend empfunden wird.
    • Forme beim Ausatmen deine Lippen wie beim Küssen. Dies verlangsamt den Luftstrom und erzeugt einen leichten Druck in den Atemwegen, wodurch das Ausatmen erleichtert wird und sich die Atmung oft besser kontrollieren lässt.
  4. Weitere Grundlagen findest du im Artikel Tipps zum richtigen Atmen, der dir wichtige Atemtechniken einfach erklärt.

Tipps für beste Ergebnisse

Die vordefinierte Atemübung verwendet einen Atemrhythmus, bei dem zwei Sekunden lang eingeatmet und sechs Sekunden lang ausgeatmet wird. Dieser Rhythmus kann jedoch – abhängig von Alter, Tagesform und persönlicher Atmung – ungeeignet sein. Deswegen wird empfohlen, die COPD Atemtechnik den persönlichen Atemgewohnheiten anzupassen. Wenn du die Atemübung anpasst, beachte bitte Folgendes:

  • Atme in deinem gewohnten Rhythmus ein. Für Erwachsene liegt die Dauer des Einatmens in der Regel zwischen zwei bis drei Sekunden.
  • Das Ausatmen sollte etwa zwei- bis dreimal so lange dauern wie das Einatmen. Ein etwas längeres Ausatmen ist meist besser als ein kürzeres – wichtiger ist jedoch, dass sich die Atemübung angenehm anfühlt und leicht durchführen lässt.
  • Die COPD Atemübung lässt sich gut mit der entschleunigten Atmung kombinieren, bei der die Atemfrequenz auf sechs Atemzüge pro Minute verlangsamt wird, was häufig mit einem Gefühl von Ruhe und Entspannung verbunden ist. Tue dies jedoch nur, wenn dir dein Arzt dazu rät.

Du kannst die COPD Atemtechnik ganz einfach an deine Bedürfnisse anpassen, indem du eine Atemübung mit deinen eigenen Einstellungen erstellst. Wie das geht, erfährst du in der Anleitung zum Thema Eigene Atemübungen anlegen.

Häufige Fehler, die du vermeiden solltest

  • zu tief statt sanft zu atmen
  • einen Rhythmus zu erzwingen, der sich unangenehm anfühlt
  • zu schnell auszuatmen, anstatt die Atmung zu verlangsamen
  • die Lippen zu fest zusammenzupressen
  • Spannung in Schultern, Kiefer oder Brust zu halten

Anzeichen, dass du es richtig machst

  • deine Atmung fühlt sich gleichmäßiger und weniger gehetzt an
  • deine Ausatmung ist lang, aber weiterhin angenehm
  • deine Schultern bleiben entspannt
  • du fühlst dich weder schwindelig noch angespannt

Warum eine langsame Ausatmung bei COPD helfen kann

Beim langsamen Ausatmen durch die Lippenbremse entsteht ein leichter Gegendruck in den Atemwegen. Dadurch bleiben die Atemwege länger geöffnet, und die Luft kann besser aus der Lunge entweichen. Viele Menschen empfinden ihre Atmung dadurch als ruhiger und besser kontrollierbar.

Die Technik wird auch von Organisationen wie der COPD Foundation empfohlen, die die Lippenbremse zur Linderung von Atemnot vorschlägt.

Wie sich die COPD-Atemtechnik von anderen Atemübungen unterscheidet

Im Gegensatz zu allgemeinen Entspannungsübungen liegt bei COPD-Atemtechniken der Fokus stärker auf einem verlängerten Ausatmen. Das kann dabei helfen, den Luftstrom besser zu regulieren und die Atmung ruhiger erscheinen zu lassen – besonders bei Atemnot.

Hinweise zur Anwendung

Die Atemtechnik ersetzt keine medizinische Behandlung. Wenn du unsicher bist oder starke Beschwerden hast, sprich mit deinem Arzt.

Downloads zur COPD-Atemtechnik

Die COPD-Atemtechnik (Lippenbremse) auf dem Startbildschirm der Breath Ball App.

Die animierte Grafik zur COPD Atemtechnik kannst du über den Link herunterladen.

Für regelmäßiges Üben bevorzugen viele Menschen Breath Ball, da die App es erleichtert, einem ruhigen Ein- und Ausatemrhythmus visuell zu folgen.

Lade Breath Ball hier kostenlos herunter:

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Häufige Fragen zur COPD-Atemtechnik (Lippenbremse)

Was ist die Lippenbremse bei COPD?

Die Lippenbremse ist eine Atemtechnik, bei der du langsam durch leicht geschlossene Lippen ausatmest. Dadurch wird der Luftstrom verlangsamt und die Atmung besser kontrollierbar.

Warum wird die Lippenbremse bei COPD empfohlen?

Die Lippenbremse wird häufig empfohlen, weil sie das Ausatmen verlangsamt und dadurch helfen kann, die Atmung besser zu steuern. Viele Menschen empfinden dadurch weniger Hektik beim Atmen, besonders in Situationen mit Atemnot.

Wie lange sollte man bei COPD ausatmen?

Das Ausatmen sollte etwa zwei- bis dreimal so lange dauern wie das Einatmen. Wichtig ist vor allem, dass sich der Rhythmus angenehm anfühlt.

Kann die COPD Atemtechnik Atemnot reduzieren?

Die Technik kann dabei helfen, die Atmung zu beruhigen und das Gefühl von Atemnot zu verringern. Die Wirkung kann jedoch individuell unterschiedlich sein.

Sollte man durch die Nase oder den Mund atmen?

In der Regel atmest du durch die Nase ein und durch den Mund mit leicht geschlossenen Lippen aus.

Kann ich die Atemtechnik täglich üben?

Ja, viele Menschen nutzen die Technik regelmäßig im Alltag oder in stressigen Situationen.

Hilft eine Atem-App bei COPD Übungen?

Eine Atem-App kann dich visuell beim Rhythmus unterstützen und das Üben erleichtern, besonders am Anfang.

Ähnliche Atemübungen für Entspannung, Schlaf und Stressabbau

TechnikAtemrhythmusAm besten geeignet für
4-7-8 Atmung4 Sek. ein – 7 Sek. halten – 8 Sek. ausEinschlafen, besserer Schlaf
Boxatmung4 Sek. ein – 4 Sek. halten – 4 Sek. aus – 4 Sek. haltenKonzentration, Stresskontrolle
Herzkohärenz-Atmung5 Sek. ein – 5 Sek. ausEntspannung, HRV, emotionale Balance
COPD Atemtechnik (Lippenbremse)2–3 Sek. ein – 4–6 Sek. ausAtemnot, COPD
Entschleunigte Atmung4 Sek. ein – 6 Sek. ausStressabbau, Angst reduzieren

Die Lippenbremse bzw. COPD Atemtechnik ist Teil unserer Übersicht der besten Atemübungen.

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Haftungsausschluss: Breath Ball ist kein medizinisches Gerät und diese Anleitung ist keine Therapie. Sowohl Breath Ball als auch diese Anleitung sind nur für Wellness-Zwecke gedacht.

Wenn Sie sich bei einer Atemübungen unwohl fühlen, beenden Sie die Übungen sofort und konsultieren Sie einen Arzt oder Therapeuten.

Sie verwenden Breath Ball und diese Anleitung auf eigene Verantwortung.